
Warum wir Verbindungen sichtbar machen.
Über Gerrit Rietveld, Jean Prouvé und die Frage, was eine sichtbare Verbindung über ein Möbel erzählt.
Essay 01 erscheint mit der Vorbestellung.

Silber
Ein Regal besteht gewöhnlich aus Seitenwänden, Böden und Verbindern, die beides zusammenhalten. Bei Montique übernimmt ein einziges Aluminiumprofil alle drei Aufgaben, denn die Verbindung ist in seiner Form bereits angelegt. Und weil sich diese Verbindung wieder lösen lässt, kann jedes Regal aus denselben Profilen neu zusammengesetzt werden, so oft die Wohnung es verlangt.
Wer auf der Liste steht, erfährt Preis und Vorbestellung zuerst.
Vorbestellung ab Winter 2026Auslieferung 2027Entwickelt und gefertigt in Deutschland
Der Knoten: Vier Profile treffen aufeinander, jedes von vorn eingeschoben.
Duo, Tower, Carré und Magnum sind vier Ausgangspunkte für ein eigenes Regal. Jede dieser Zusammenstellungen lässt sich im Konfigurator verändern, in Größe, Aufteilung und Ton, und später jederzeit erweitern; der Preis ergibt sich aus den Teilen.

In allen vier Räumen stehen dieselben Profile, und doch sieht man vier verschiedene Möbel. Das liegt an den Proportionen, hoch und schmal oder lang und niedrig, und mindestens so sehr daran, dass die Profile dünn und die Fächer offen sind: Was man durch das Regal sieht, ist die Wand dahinter, in gleiche Quadrate geteilt. Eine blaugraue Wand, Eichenpaneele oder Sichtbeton werden so zu einem Teil des Regals.




Vor einer weißen Wand tritt Silber fast zurück, während Dunkelgrün, Dunkelblau und Schwarz die Linien des Regals nachzeichnen. Neben Nussbaum nimmt Gold die Wärme des Holzes auf. Bei wenig Licht bleiben von den dunklen Tönen vor allem die Umrisse, bei viel Licht zeigt jeder der fünf den Glanz des Metalls. Ein Regal kann auch zwei Töne tragen, etwa Böden in Silber zwischen Seitenwänden in Dunkelblau.
Frost
Silber
Das Aluminium, wie es ist: hell, kühl, klar.


Lava
Schwarz
Graphit mit hellen Kanten.


Düne
Gold
Ein heller Champagner, warm wie Sand.


Tanne
Dunkelgrün
Tief und ruhig, im Schatten fast schwarz.


Blaue Stunde
Dunkelblau
Das Blau kurz nach Sonnenuntergang.


Studien
Eisblau und Rot gehören nicht zur ersten Serie.


Die Namen gehören zu den Aufnahmen; bestellt wird Silber, Schwarz, Gold, Dunkelgrün oder Dunkelblau.


Das Profil ist aus Aluminium stranggepresst, 36 Zentimeter breit und 32 Zentimeter tief. Seine Breite gibt das Raster des Systems vor. Dasselbe Profil bildet Seitenwände, Trennwände und Böden, je nachdem, wo es im Raster sitzt. An beiden Enden trägt es die Form, mit der sich im Knoten vier Profile ineinanderfügen; wir nennen sie die Fügung. Sie gehört zum Profil, nichts ist angeschraubt oder eingeklebt. Dazu kommen Füße, Kantenprofile für die offenen Enden und in jedem Knoten ein Spreizdübel.

Das volle System in Silber: sechs Fächer, Ablagen in Nussbaum, an den Enden die Flügel, schmale Platten aus Aluminium, die über das Raster hinausstehen. Ein Fach misst 36 × 36 Zentimeter und ist 32 Zentimeter tief.
Die Füße stehen. Die ersten Böden gleiten von vorn in die Fügung.
Die Seitenwände folgen, in dieselbe Fügung.
Jeder Boden sitzt, sobald der Dübel gespannt ist.
Drei Bauteile genügen: das Profil, der Fuß und das Kantenprofil, das ein offenes Ende schließt, dazu ein Dübel in jedem Knoten.
In allen fünf Tönen dieselbe Fügung.
An jedem Knoten treffen vier Profilenden aufeinander. Beim Aufbau wird jedes Profil von vorn in die Fügung geschoben, von Hand. Fest wird die Verbindung im Inneren des Knotens, mit einem Spreizdübel, den wir eigens für Montique entwickelt haben: Ein Sechskantschlüssel genügt, um ihn zu spreizen, ein Handgriff je Knoten, und alle vier Profile sind gegeneinander gespannt. Sitzen alle Dübel, steht das Regal fest; löst man sie, lässt es sich wieder zerlegen. Von außen sieht man davon nur das Loch in der Mitte des Knotens und die vier Fugen, an denen die Profile zusammenstoßen. Beides bleibt bewusst sichtbar und ist Teil der Gestaltung.
Eloxiertes Aluminium ist nicht lackiert. Lack wird aufgetragen und liegt als eigene Schicht auf dem Metall; beim Eloxieren dagegen wird die Oberfläche des Aluminiums selbst in eine Oxidschicht umgewandelt, die härter ist als das Metall darunter. Die Farbe wird in diese Schicht eingelagert und darin verschlossen, nur Silber bleibt ungefärbt. Weil die Schicht nicht aufliegt, sondern aus der Oberfläche selbst entstanden ist, blättert sie nicht ab wie ein Lack. Die Profile werden in Deutschland gepresst und bearbeitet, in kleinen Serien.


Ein Regal wird für eine bestimmte Wand gekauft. Beim Umzug ist die Wand weg; die neue hat eine Tür an der falschen Stelle oder eine Nische, in die nichts passt, und viele Regale überleben das nicht. Montique wird dann zerlegt. Aus der Regalwand werden zwei Sideboards, oder sie bekommt drei Fächer dazu, weil zu den Büchern Schallplatten gekommen sind. Für den Transport wird aus einem Carré ein Stapel flacher Profile, der in den Kofferraum passt.
Die erste Serie wird 2027 ausgeliefert. Tragen Sie sich ein, und Sie erfahren zuerst, was ein Regal kosten wird und wann die Vorbestellung beginnt, voraussichtlich im Winter 2026. Die Eintragung ist unverbindlich.
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Montique wurde von Reiner Wallbaum und Tom Sion gegründet. Als Werkzeugmacher und Konstrukteur bringt Wallbaum über dreißig Jahre Erfahrung in der Produktentwicklung ein. Er verantwortet die Gestaltung und technische Ausarbeitung des Regalsystems. Sion ist Industrie- und Kommunikationsdesigner; er verantwortet die Marke, von der Strategie über die visuelle Identität bis zum digitalen Auftritt.

Über Gerrit Rietveld, Jean Prouvé und die Frage, was eine sichtbare Verbindung über ein Möbel erzählt.
Essay 01 erscheint mit der Vorbestellung.
Ob ein Regal passt, zeigt sich erst an der eigenen Wand; passt es nicht, nehmen wir es zurück. Die Bedingungen nennen wir mit der Vorbestellung.
Profile, Füße und Ablagen lassen sich einzeln nachbestellen. An Raster und Fügung halten wir fest, damit Neues zu Bestehendem passt.
Jede Verbindung lässt sich nachspannen und jedes Teil ersetzen.
Fragen zu Planung und Zusammenstellung beantworten Reiner Wallbaum und Tom Sion selbst, per E-Mail oder am Telefon.